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Glückliche Menschen leben länger. Diejenigen, die immer nur an Schlechtes denken, haben keinen Spaß. Ständig hocken sie miesepetrig in der Ecke und kritteln an der Welt rum. So möchte ich nicht enden. Ich gehe sogar so weit, dass ich Selbstbetrug für ein legitimes Mittel halte, um froh sein zu können.

Deshalb kommt mir auch der neue Vorschlag von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen genau richtig. Sie möchte das schreckliche Wort „Hartz IV“ durch „Basisgeld“ ersetzen. Finde ich super. Im Kopf spuken in Zukunft keine hungernden Kinder in zerlumpten Klamotten mehr rum.

So geht es mir mit vielen Dingen im Alltag: „Herausforderung“ hört sich viel fröhlicher an als „Schwierigkeit“, so voller Elan. Und erst „Mobile ethnische Minderheit“. Das lässt mich von Urlaub, Sonne und Strand träumen, nicht von Zigeunern. Negerküsse schmecken ebenfalls viel besser, seit sie Schaumküsse heißen. Neuerdings werden bundesweit Gebäude zurückgebaut. Abriss klingt zu martialisch. Wenn mich dann noch der Facility Manager im Supermarkt persönlich begrüßt, fühle ich mich gut. Der Logistik-Experte verdient auch meinen Respekt. Filialleiter und Postboten fand ich früher hingegen immer unsympathisch.

Jetzt müssen wir uns zum Abschluss einen schöneren Namen für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ausdenken. „Bundesministerium für Gedöns“ ist nett, gleich viel sympathischer. Hätten wir das Vorhaben also auch realisiert.

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iPod, iPhone, iMac, iPad, iBook – Apple ist omnipräsent. So auch an der Akademie für Publizistik (AfP). Im Vortragssaal stehen bestimmt zehn dieser schrecklichen iMacs, im Keller mindestens noch einmal die gleiche Zahl. Der Volo-Kurs verzweifelt regelmäßig an den aus Prinzip anderen Befehlen gegenüber Windows-Rechnern. Lustigerweise gibt es in unserer 20er-Gruppe niemanden, der im Büro oder privat einen von diesen Apfel-Kübeln benutzt.

Deshalb macht sich unter uns schon eine seltene Krankheit breit: die Macingitis. Zusammen mit meiner Kursteilnehmerin Sonja habe ich gestern einen Nachrichtenbeitrag über die Zustände an der AfP gedreht:

Klar, Reden ist wichtig. Viele behaupten sogar, daß die Sprache uns einen wesentlichen evolutionären Vorsprung gegenüber der restlichen Tierwelt verschafft hat. Oft werden verbal wichtige Dinge weitergegeben („Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, daß Ihre Ausreise genehmigt wurde.“) oder um keine Spuren zu hinterlassen („Ich mache ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.“).

Von Zeit zu Zeit bietet es sich aber an, einfach zu schweigen – zum Beispiel dann, wenn nichts zu berichten ist. Wenn es nichts zu sagen gibt, einfach mal die Fresse halten. Oft wäre es aber auch schon hilfreich, wenn vor dem Sprechen das große Organ unmittelbar unter der Schädeldecke eingeschaltet wird. Würden das aber alle tun, gäbe es keine lustigen Momente und keine seltsamen Zitate. Gestern sind mir wieder zwei in die Ohren geflattert, die ich Euch nicht vorenthalten will:

„‚Mr. Adelaide‘, das klingt wie direkt aus Sydney.“
Ansager beim Duckstein Festival über ein Bandmitglied

„Ich drücke alle meine zehn Daumen.“
NDR2-Moderator im Nachtprogramm

Da ist doch eine Verschwörung gegen mich im Gange! Vor fast genau einem Jahr prellt mich die isländische Kaupthing-Bank um mein Erspartes und läßt mich um die Finanzierung meines Motorrads bangen. Und jetzt? Nun schickt der Vulkan Eyjafjallajökull eine Aschewolke gen Süden und wirkt sich auch auf Lübeck aus – Ryanair-Maschinen können den ohnehin schon kränkelnden Flughafen nicht mehr ansteuern. Das ist doch kein Zufall! Das ist eine Aktion, die sich gegen mich als Flughafenbefürworter richtet!

Was habe ich den Isländern nur getan, daß sie mich so sehr ablehnen? Bis Ende 2008 die Finanzkrise das karge Eiland und somit auch mein Geld erwischte, hatte ich mir nicht mal eine Meinung über Island gebildet! Und während der Krise habe ich geschworen, mich partout gar nicht erst für dieses Land zu interessieren! Insofern müssen die nicht mal befürchten, ich würde sie je besuchen kommen. Sollen die doch weiter ihre Fische fangen und mich in Ruhe lassen. Ich versteh das nicht.

Oder steckt gar jemand ganz anderes dahinter – der Mossad, die CIA, der MI:6, der Gärtner? Vielleicht sollte ich besser für eine Weile untertauchen. Ich werde über Twitter Lebenszeichen absenden. Sollten die ausbleiben: Bitte druckt Suchfotos von mir auf Milchtüten und macht Rundfunkdurchsagen bei NDR 2. Ich weiß, ich kann auf Euch bauen.

Und Sorry wegen der Flugbeeinträchtigungen. Wer kann denn ahnen, daß Island so sehr gegen mich ist!?

In der Twitterwelt hat sich schon eine Art kleine Fangemeinde um meine Weltzerstörungsversuche mit dem molekularen Supertodeslaser gebildet. Immer montags versuche ich es. Hier gibt es noch einmal die bisherige Chronologie zum Nachlesen:

1. Versuch
Mist, jetzt habe ich die Fernbedienung des molekularen Supertodeslasers in der Firma liegen lassen. Muß das Ende der Welt bis morgen warten.
Ess ich stattdessen eben was…
Montag, 15. Februar

2. Versuch
So, Ihr erinnert Euch noch an meinen molekularen Supertodeslaser? Dieses Mal habe ich die Fernbedienung nicht vergessen. War nett mit Euch!
*klick* Was zum…..? *klick* Och nee!!! Jetzt sind die dämlichen Batterien alle!! Aber nächste Woche!! Ich versprech es Euch!! Verdammt!!
Montag, 22. Februar

3. Versuch
Es ist wieder Montag und somit Zeit für den molekularen Supertodeslaser! Wo ist die Fernbedienung? Heute ist definitiv das Ende aller Tage!
*klick* „Failed to connect to uplink – please update software“ *klick* „Your update-license is not valid, please renew via credit card“
Argh!!! Jetzt darf ich mir auch noch eine Kreditkarte zulegen! Ich schaff’s noch! Ihr werdet schon sehen!! Wo gibt’s die besten Konditionen?
Montag, 1. März

4. Versuch
Der molekulare Supertodeslaser ist endlich feuerbereit. *zumm* Mist, zu schwach, jetzt hab ich nur Dieter Bohlen noch dunkler gebräunt…
Montag, 8. März

5. Versuch
Verflucht, ein Vogel nistet auf der Linse meines molekularen Supertodeslasers. Kusch, kusch, runter da! Die Menschheit hat verdammtes Glück!
Montag, 15. März

6. Versuch
Zeit für den molekularen Supertodeslas… *klingel* „N’Abend, der Tüv. Haben Sie eine ABE dafür?“ – „Was?!“ – „ABE!“ – „Ähm, ach verdammt!“
Montag, 22. März

7. Versuch
Hab bei Ikea die Zieloptik „Kåwumm“ für meinen molekularen Supertodeslaser gekauft. So, noch die letzte Schraube… dann… NEIN, die fehlt!
Montag, 29. März

8. Versuch
Toller Osterscherz! Wer hat meinen molekularen Supertodeslaser zwischen Sadams Massenvernichtungswaffen versteckt? Da findet ihn doch keiner
Dienstag,  6. April

9. Versuch
Alles bereit für den molekularen Supertodeslaser! *Power shutdown* „Ich habe kurz mal den Stecker gezogen – muß staubsaugen.“ Doofe Putze…
Montag, 12. April

10. Versuch
Post von der Vereinten Superschurkenliga? *ritsch* „Wegen der Aschewolke ist der Abschuß des molekularen Supdertodeslasers untersagt.“ Mann!
Montag, 19. April

11. Versuch
Mein molekularer Supertodeslaser wird jetzt ein Loch in den Griechen-Haushalt brennen und so die EU vernichten. Schon selbst erledigt? Argh!
Montag, 26. April

12. Versuch
Fliegt, meine Maikäfer-Peilsender! An Euch justiere ich den molekularen Supertodeslaser! *patsch* Hmpf, der 40-Tonner mußte ja jetzt kommen!
Montag, 3. Mai

13. Versuch
Haha! Morgen geht’s Euch mit meinem molekularen Supertodeslaser an den Kragen! Wie, Uhr ist stehengeblieben? Heute ist Montag? Ach verdammt!
Montag, 10. Mai

14. Versuch
Der erste Testlauf war erfolgreich, mein mobiles molekulares Supertodessyndesmoseband hat ganze Arbeit geleistet. Jetzt kann die WM kommen.
Montag, 17. Mai

15. Versuch
Und Feuer! *brrzzzll* VERFLUCHT!! Wer hat den molekularen Supertodeslaser heimlich umgedreht? Jetzt hat er das Sofa abgefackelt!! AH, FEUER!
Montag, 24. Mai

16. Versuch
Molekularen Supertodeslaser starten! *popup* „To start please press any key?“ Wo ist der denn? Ich seh hier nur Strg, Alt, Esc, Num,…
Montag, 31. Mai

17. Versuch
Jetzt noch das Hallendach vom molekularen Supertodeslaser aufdrehen, dann… Oah! *rüttel* Festgerostet nach dem ganzen Regen! NEEEIIINNN!!!
Montag, 7. Juni

18. Versuch
Miese Fußball-WM! Wegen des Italien-Gekickes habe ich zwischen Popcorn und Wettverlusten den molekularen Supertodeslaser vergessen! Argh!
Montag, 14. Juni

19. Versuch
Habe mir jetzt einen Vuvuzela-Aufsatz für meinen molekularen Supertodeslaser gekauft. Schuß! *brrzzzz…..* *Stille* Dämlicher Soundfilter!!
Montag, 21. Juni

20. Versuch
Blöde Pazifisten! Hippies haben Gänseblümchen in den molekularen Supertodeslaser gesteckt. Jetzt sind die sensiblen Spiegel voller Pollen!!
Montag, 28. Juni

21. Versuch
Mein molekularer Supertodeslaser ist mit 1,21 Gigawatt in Peking eingeschlagen. CCTV meldet: „Sack Reis umgefallen.“ Frustrierend sowas!!!
Montag, 5. Juli

Kommenden Montag geht’s hier weiter.

Heute spielt Werder gegen den FC Augsburg im Halbfinale des DFB-Pokals – mein Pflichttermin im TV. Hoffentlich reicht’s zum Weiterkommen nach 90 Minuten. Bitte mit weniger Herzrasen als noch gegen Valencia oder Bochum, Freunde!

Und da das runde Leder immer vereint, habe ich auch heute wieder mit mindestens einem Menschen über das anstehende Gekicke gesprochen. Den denkwürdigen Dialog zwischen uns gibt es hier zum nachlesen – im LN-Blog: Hauptsache nicht Bayern.

Hurra, bald habe ich's geschafft!

Hurra, bald habe ich's geschafft!

„Ihr blauer eBay-Stern rückt näher!“ stand da in der freundlichen E-Mail, die ich kürzlich von eBay bekommen habe. Der Grund: Angeblich stehe ich kurz vor meiner 50. Bewertung, weshalb ich ebenso unmittelbar vor einer Beförderung stehe – quasi vom Auktions-Obergefreiten zum Hauptgefreiten. Sogar ein persönliches Videochen hat man mir angefertigt. Wow!

Gleichzeitig fühle ich mich aber auch leicht veralbert. Bei genauerer Betrachtung hat eBay eine andere Auffassung von „fast“ als ich. Denn in Wirklichkeit habe ich erst 25 Bewertungen, also die Hälfte bis zur 50. Für eBay Grund genug, zu feiern. Ich denke da pragmatischer – vielleicht mache ich bei der 45. ein Freudenbier auf oder doch erst nach Erreichen der halben 100. Obwohl – eigentlich ist überhaupt nichts davon ein Grund zum feiern. Es ist nur ein blöder eBay-Stern, noch dazu in blau. Dabei mag ich nur weiß, grün oder noch lieber grün-weiß – lebenslang am besten. Aber wer fragt mich schon?

Doch das eBay-„Fast“ hat schon wieder so was herrlich Positives, es strahlt Optimismus aus. Ich baue das jetzt in meinen Alltag ein und fange gleich damit an! Mein neues Wunschauto, der Audi A1, soll mindestens 16 000 Euro kosten – ich habe schon 5000. Hey, ein Grund zum feiern!

Ich warte schon auf die Ingolstädter Freudenmail: „Ihr blauer Audi rückt näher!“

Es war wieder Oscar-Nacht vor geraumen Stunden. Wieder haben sich die Stars und Sternchen feiern lassen – gegen Eintrittsgeld durfte der Pöbel sogar von Besuchertribünen herunterwinken. Spätrömische Dekadenz nenne ich das. Aber es war auch wieder die Zeit der vielen Danksagungen: Gott, der Regisseur, die Eltern – alle bekamen (gewollt oder ungewollt) ihr Lobesfett weg. Das hat mich dazu inspiriert, auch mal all denen zu danken, die mich zu dem gemacht haben, was ich bin!

Mein Dank gilt natürlich in erster Linie dem Bettenhersteller! Ohne ihn hätte es die Schlafstätte nicht gegeben, auf der sich meine Eltern in einer lauen Frühlingsnacht niederließen und amüsierten. Danke, danke, danke!!!

Außerdem möchte ich meine Hebamme grüßen, ohne die ich gar nicht erst das Licht der Welt erblickt hätte – eine zwingende Voraussetzung für weitere Heldentaten. Zwar erinnere ich mich überhaupt nicht an die rätselhafte Frau in Weiß, aber sie war/ist gewiß eine Große!

Mein Bäcker hat stets dafür gesorgt, daß ich nie Hunger leiden mußte. Täglich backt er die leckersten Schrippen und die feinsten Brote, um mich satt zu kriegen. Das kann überhaupt nicht genug würdigen – aber ich kann jetzt schon mal damit anfangen.

Abschließend widme ich die letzten Dankesworte an mich selbst: Klasse Leistung, Peer! Ohne mich hätte ich nicht da sein können, wo ich jetzt bin. Immer habe ich mir die richtigen Entscheidungen abgenommen, sodaß ich nie Probleme bekommen habe. Und falls das doch mal der Fall war, habe ich mich da wieder wunderbar herausgeholt.

Außerdem danke ich allen, die mich kennen und grüße auch an die Geräte zu Hause!

Die Disco-Dusche

„Discofeeling schon morgens unter der Dusche“ oder so ähnlich verspricht Delta Radio im Moment immer. Ich habe ja schon viel Skurriles gesehen, aber dieser Duschkopf ist so nutzlos, daß er schon wieder was hat!

Je nach Wassertemperatur wechselt der LED-Duschkopf seine Farben. Sie sind bis etwa 32 Grad grün, von zirka 33 bis 41 Grad blau und von rund 42 bis 45 Grad rot. Ich weiß überhaupt nicht, was ich damit soll. Wollte von Euch schon mal einer rot beleuchtet werden oder ist das der absolute Turnbeutelvergesser-Draufgänger-Test? Da bekommt „Warmduscher“ gleich noch ein optisches Merkmal verpaßt 😉

Ich plädiere hier jetzt auch für weitere Gegenstände mit wechselnden Farben:

  • farbige Bücher: grün bei „Gerade angefangen“, gelb bei „Mitte erreicht“, rot bei „durchgelesen“;
  • der Arbeitstag an sich: rot bedeutet „Arbeitsbeginn“, blau „Mittagspause“, leuchtend grün für „Feierabend“;

Aber der Hammer wäre eine Lampenanlage, die den Autoverkehr an Kreuzungen reguliert. Ich fände da eine einfache Farblösung für angebracht: rot (stehen), gelb (fertig machen), grün (fahren). Peerfekt, oder?

Ich habe hier auch schon eine ungefähre Idee meiner patentierten „Dreifach farblich signalgebenden Verkehrsregelungsanlage“ – der Name ist noch etwas sperrig, habt Ihr einen besseren auf Lager? Er sollte peppig sein…