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Jetzt reicht es: Die aktuellen Spritpreise jenseits der 1,60 Euro für einen Liter Superbenzin haben mich dazu bewegt, schneller als erwartet ein neues Fahrrad zu kaufen. Also habe ich den verkaufsoffenen Sonntag genutzt, um mir bei Zweirad Wöltjen einen Drahtesel zuzulegen. Die Idee geisterte mir seit knapp einem Dreivierteljahr im Kopf herum, aber immer fehlte mir der letzte Impuls. Die erste Tour hat das Rad bereits hinter sich – einmal um die Kanaltrave, danach nach Hause auf Marli. Tolles Gefühl, mal wieder etwas für die Fitness zu tun – angenehmer Nebeneffekt bei der Sache. Um als Musterradler durchzugehen, habe ich sogar meinen alten Fahrradhelm entstaubt. Der lag vorher mehrere Jahre im Schrank und hat zwei Umzüge ungenutzt unbeschadet überstanden.

Das neue Rad: voll funktionsfähig und sogar noch sauber.

Das neue Rad: voll funktionsfähig und sogar noch sauber.

Das schmucke Trekkingrad mit seinen 24 Gängen ersetzt mein uraltes Mountainbike, das gerade in letzter Zeit nicht gerade mit Zuverlässigkeit geglänzt hat: Kette samt Gangschaltung sind vollkommen verrostet und hakeln, der Lenker wackelt, Rostflecken an diversen Stellen, irgendwo im Rahmen hat die Beleuchtung sogar einen Kabelbruch. Ihr dürft jetzt lachen: Jedes Mal, wenn ich mit eingeschaltetem Dynamo gefahren bin, habe ich beim Bremsen einen gewischt bekommen – offenbar war dann der Stromkreislauf wieder geschlossen. Zuletzt hat dann auch noch mein Heckreifen den Geist aufgegeben und hängt jetzt nur noch als schlaffes Gummi an der Felge. Ich glaube, einzig brauchbar an dem Teil sind nur noch Vorderrad und Scheibenbremsen.

Auto und Mopped runden das Fahrzeugangebot ab.

Auto und Mopped runden das Fahrzeugangebot ab.

Künftig werde ich nun also mit dem voll funktionsfähigen Trekkingrad Lübeck unsicher machen – privat sowie an Diensttagen, an denen ich Produktion (Innendienst) habe. Für den Rest (Einkäufe und schreibenden Dienst) habe ich mein treues Auto und – ab kommendem Wochenende endlich wieder – mein über alles geliebtes Motorrad. Gleichzeitig wird es sicherlich noch einige Märsche zu Fuß durch die Hansestadt geben. Zusammen macht das also eine peersche Mobilität von acht Reifen und zwei Füßen. Vier Fortbewegungsarten, vier Möglichkeiten für neue Erfahrungen.

Vielleicht verstehe ich dann bald alle Verkehrsteilnehmer besser:

  • Warum warten 90 Prozent der lübschen Autos immer auf dem rechten Fahrstreifen der zweispurigen Kreisverkehre?
  • Warum ignorieren viele Radler konsequent die Rechts-vor-links-Regeln und beschweren sich, wenn sich Autofahrer beschweren?
  • Warum fahren manche Biker mit röhrendem Motor durch die Innenstadt?
  • Warum laufen Fußgänger ständig an den falschen Stellen durch die Stadt?

Und falls ich keine großen Erkenntnisse auf diese noch viel größeren Fragen erlange, kann ich immer noch aus einer der vier Peerspektiven auf die anderen drei Fortbewegungsmöglichkeiten schimpfen. Ich finde, das ist ein guter Plan.

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Rechts stehen, links gehenBuckingham Palace, Westminster Abbey, Big Ben, Tower Bridge und Piccadilly Circus – es gibt sicher unzählige Dinge, die man als Tourist in London gesehen haben muß. Man gilt erst dann als versierter Gast, wenn man blind in die Portobello Road findet oder die 311 Stufen bis zur Aussichtsplattform des Monuments erklommen hat. Ganz zu schweigen vom obligatorischen „Mind the Gap“-Kaffeebecher oder einem Besuch bei Madame Tussaud’s.

Alles schön und gut, aber es bedarf so viel mehr, um ein echter Londoner zu sein. Das wurde mir erst wieder bewußt, als ich diese Woche erneut für drei Tage in der weltbesten Stadt der Welt wohnen konnte. Fehlerfrei und problemlos bewegt man sich in der Sieben-Millionen-Metropole erst, wenn man beispielsweise automatisch rechts auf der Rolltreppe der U-Bahn steht: „Stand right, go left“ steht überall. Keine Staus, kein Geschubse, kein Gemaule. Und alle halten sich dran.

Andere Touristenfalle: die Treppenbenutzung. Natürlich nimmt der echte Londoner nicht die rechte Hälfte der Stufen, sondern die linke – ganz wie im Straßenverkehr. Apropos Straßenverkehr, Fußgängerampeln sind auch nur für die grobe Hilfe da. Vielmehr vertraut der Großstädter auf seinen gesunden Menschenverstand und geht dann, wenn der Weg frei ist – egal, ob Rot oder Grün. So mache ich das als Berliner zwar auch immer noch in Lübeck, dafür ernte ich aber regelmäßig böse Blicke (vorrangig von den älteren Generationen).

Der Regenschirm ist ebenfalls so eine Sache des waschechten Londoners. Daß man den immer dabei haben sollte, wissen auch Touristen, der korrekte Umgang damit ist aber wieder etwas anderes. Auf rappelvollen Straßen wie der Regent oder Oxford Street beweist der echte Hauptstädter, daß er gekonnt durch Kippen, Neigen und Hochheben den anderen Schirmen ausweichen kann, ohne selbst dadurch einen Regentropfen mehr zu kassieren. Das ist London!

Lübeck, oder in dem Fall vermutlich ganz Deutschland, glänzt im Gegensatz dazu durch beschämendes stures Umsetzen von Regeln. Nach der Landung auf dem Flughafen in Blankensee war eine Airport-Mitarbeiterin nicht damit zufrieden, daß sich die Massen gesittet und selbständig in eine Warteschlange vor der Paßkontrolle einreihten. Gemäß deutscher Gründlichkeit mußten sich alle Fluggäste nachträglich in die vorher genauestens ausgerichteten Warteschlangen-Gassen (wie vor Achterbahnen im Freizeitpark) einordnen. Man sollte die Flughafenfrau das mal vor den Kontrollautomaten an der Londoner Underground-Station Charing Cross probieren lassen.

Ich will wieder zurück!

Systemausfälle haben manchmal auch Vorteile. Zwar bin ich als Volo bei den Lübecker Nachrichten auf ein funktionierendes Netzwerk angewiesen, aber manchmal streikt eben auch die Technik – dann heißt es Warten. Unsere Bad Schwartauer Redaktion hat heute einen neuen Router spendiert bekommen, der irgendwann einmal alles schneller machen soll.

Zuerst erreichte das Gerät aber das Gegenteil – es machte alles langsamer. Der IT-Mann wollte nach 30 Minuten durch sein, gedauert hat es am Ende zwei Stunden. Weder das Redaktionssystem funktionierte noch das Internet. Sehr ungünstig, wenn man – wie in meinem Fall – heute Texte redigieren sollte oder das Netz brauchte, um Telefonnummern herauszufinden (nein, sie standen wirklich nicht im Telefonbuch!!).

Mein erstes Eis 2010 - stilecht auf LN-Basis.

Mein erstes Eis 2010 - stilecht auf LN-Basis.

Aber die Zwangspause Freizeit hatte auch einen wunderbaren Nebeneffekt: Sie hat mir zu meinem ersten Eis 2010 verholfen. Gegenüber unserer Geschäftsstelle befindet sich nämlich eine super Eisdiele, die seit vergangenem Donnerstag für ellenlange Schlangen sorgt. Doch heute hatte ich Glück, nur vier Männlein vor mir lüstete es nach einem Eis. Haselnuß, Stracciatella, Banane – dreimal 60 Cent für richtig große Kugeln – und das erste Sommererlebnis war mein.

Es war lecker und es schreit nach einer Wiederholung!

Was wurde mir das Herz heute auf einmal schwer: An der Kreuzung Heiligen-Geist-Kamp/Roeckstraße begegnete mir das erste Motorrad im Jahre 2010, bei dem man auch wirklich von „Fahren“ sprechen konnte. Bisher habe ich immer nur Verrückte gesehen, die sich mit einem Gespann oder – noch viel bekloppter – auf rollenden Klositzen Rollern durch den klirrend kalten und mehr als glatten Winter getraut haben.

Wann wird's wieder eisfrei und trocken?

Wann wird's wieder eisfrei und trocken?

Sofort mußte ich unweigerlich an meine „Effi“ denken, die nun schon seit Ende Oktober eingemottet einen einsamen Winterschlaf schläft. Es wird wirklich Zeit, daß die Minusgrade weichen und der Frühling Einzug hält. Ich will wieder auf dem Bock durch die Lande düsen – das peerfekte Gefühl von Sommer schlechthin! „Effi“ hat bestimmt auch schon Sehnsucht… Eigentlich wollte ich mein Mopped spätestens Ende März aus dem Winterverließ befreien. Im Moment bin ich aber noch skeptisch, ob das gelingen wird. Spätestens am 1. April muß es aber klappen: Ab dann bin ich in der Lauenburg-Redaktion in Mölln und die Tour am Ratzeburger See entlang und überhaupt das ganze Umland sind herrlich zum Motorrad fahren.

Damit die Wartezeit nicht allzu lang wird, stimme ich mich mit einem Video auf die Saison 2010 ein. Vielleicht habt Ihr auch Spaß daran. Die linke Hand zum Gruß!

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