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Es ist die ultimative Verbindung von beidem: Die Schönheit des starren Moments eines Fotos kombiniert mit der Herrlichkeit der Bewegung eines Videos: Cinemagraphs. Auf den ersten Blick wirken sie wie ganz normale Bilder, allerdings ist immer ein kleines Detail versteckt, das sich bewegt. Es können Grashalme sein, Haarsträhnen oder U-Bahnen. Aufmerksam geworden bin ich auf diese Form der Kunst zufällig auf der Facebook-Seite des Arsenal FC. Autosponsor Citroën UK hat eine neue Werbekampagne in Form von fünf Cinemagraphs vorgestellt – mit Robin van Persie, Mikel Arteta und Laurent Koscielny in den Hauptrollen.

Seit meiner ersten Fotokamera – an dieser Stelle möchte ich mein Beileid an Kodak richten – bin ich begeisterter Fotofan. Überall schleppe ich das Teil hin, stundenlang könnte ich mit Freunden und Kollegen über Objektive, Belichtungszeiten, Blenden philosophieren. Seltsamerweise konnte ich mich mit dem Medium Video nie anfreunden. Das bemerkte ich zuerst bei einem Schulpraktikum, später wieder an der Uni beim Potsdamer Studenten-Fernsehen. Ich inszeniere lieber einen konkreten Moment. Es macht mir sogar richtig Spaß, auf einen eingefrorenen Moment angewiesen zu sein. Während der Film-Mensch eine Bewegung oder Handlung einfangen kann, muß ich mir einen Bruchteil davon herausgreifen – der das gleiche in einer ähnlichen Faszination zeigt. Insofern üben die Cinemagraphs einen ganz besonderen Reiz auf mich aus: Jetzt kann ich meinen Aufnahmen mit einem kleinen Hauch Bewegung den letzten Schliff verpassen. Großartig!

Offiziell gelten die beiden US-Fotografen Kevin Burg und Jamie Beck als Erfinder der Cinemagraphs – zumindest haben sie sie populär gemacht. Beide haben 2011 damit begonnen, ihre Mode- und Nachrichtenbilder zu animieren. Inzwischen ist die Methode so beliebt geworden, daß im Internet zahlreiche Beispiele zu finden sind.

Im Grunde ist die Art nicht neu, es sind sogenannte „animated GIF“ – viele dürften sie ebenfalls aus Foren oder Twitter kennen. Neu ist aber, daß die Technik auf hochauflösende Fotos angewendet wird, in Kombination mit der Videokomponente kommt jedes Mal ein tolles Ergebnis raus. Und so geht’s: Zuerst muß natürlich eine Situation her, sogar die banalste Aufnahme kann spannend wirken. In der Regel reicht ein kurzer Clip, die Dauer hängt hauptsächlich von der Bewegung ab, die später zu sehen sein soll. Gefilmt wird am besten mit einem Dreibeinstativ, um Wackler zu minimieren. Sind Personen auf dem Bild, sollten sie sich möglichst nicht bewegen – oder eben nur der entsprechende Körperteil. Im Anschluß geht’s am Computer weiter, mit dem großartigsten Bildbearbeitungsprogramm unter der Sonne: Photoshop. Aber auch andere Software bekommt es hin, zum Beispiel das Pendant von Magix.

Ich muß mir jetzt nur noch eine vernünftige Videokamera kaufen, dann werde ich mich mal an meinen ersten Cinemagraphs probieren. Das Ergebnis wird hier zu sehen sein – was gleichzeitig der einzige Nachteil an dieser Kunstform ist: Außerhalb des Computers bleiben die Motive simple Fotoaufnahmen…

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