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Baumärkte sind eine Welt im Kleinen, das durfte ich jetzt erst wieder erleben. Und wie die große Welt, so unterliegen auch Baumärkte eigenen Regeln. Was mir da alles passierte, wird den Lauf der Dinge nachhaltig verändern. Davon bin ich überzeugt!

Zuerst verirrte ich mich in den großen Gelben, dessen Vorname so klingt wie der Bruder von Moritz. Ich war auf der Suche nach einem kleinen Apfel- oder Birnenbaum. Wo geht man hin? Natürlich, in die Gartenabteilung. Nach langem Rumlaufen fand ich die Dinger endlich – in ihrem angestammten Lebensraum. Zwischen Koniferen und Tannen, kurz hinter den Deko-Schubkarren und zwischen unendlich vielen Feigenbäumen. Leichtes Kopfschütteln war angesagt. Gekauft habe ich einen Baum aber nicht, die waren alle schon zu groß für mein kleines Autochen.

Nächster Versuch: ein kleiner Orangenbaum. Natürlich stand er nicht neben Johannisbeere, Apfel und Birne. Jetzt mußte ich woanders gucken. Kurz vorm Verzweifeln endlich der Fund zwischen Kakteen und fleischfressenden Pflanzen. Vermutlich kriegen die immer das Fruchtfleisch serviert. Ich muß es nicht verstehen. Das Kopfschütteln wurde schon intensiver. Die Orangen sahen aber alle nicht so fein aus.

Anlauf Nummer drei, jetzt wollte ich einen Feuerkorb finden. Da stieß ich aber offenbar an die Grenzen der Konsumphysik – ich mußte fragen. Zwischen Teichpumpen und Sitzgarnituren dann ein Verkäufertierchen, das nicht schnell genug flüchten konnte. „Wo finde ich denn Feuerkörbe?“, fragte ich. Seine logische Antwort: „Suchen Sie mal da hinten, zwischen Gartenstuhlpolsterungen und den Grills.“ Und tatsächlich: Hinter den Grills und noch vor den Garten-Stehrümchen fand ich besagten Feuerkorb. Das Kopfschütteln wirkte sich langsam auch auf meine stabile Blickrichtung aus. Der Korb war gekauft. Aber was jetzt fehlte: Brennholz.

Raus auf die Freifläche, Brennholz liegt schließlich immer draußen, um gut zu trocknen. Aber: nichts zu finden. Ich pirschte mich an den nächsten Mitarbeiter ran: „Wo finde ich Brennholz?“ – „Das liegt hinten bei den Baustoffen.“ Ah, okay. Klingt auch nachvollziehbar. Immer mehr Menschen stellen sich unheimlich beliebte Brenn-Holzhütten in den Garten. Ich tingelte also wieder durch den ganzen (!!!) Baumarkt, vom linken zum rechten Ende.  Da wußte der Kollege ausnahmsweise mal gar nicht, wo das Brennholz steht. Offenbar war er neu und hatte die Baumarkt-Logik auch noch nicht durchschaut. Wir einigten uns schließlich auf ein Unentschieden – das Holz ist wohl gerade ausverkauft.

Ab zur Kasse und bezahlen, *kling*, dann weiter zum Baumarkt, der auch die WM im Fernsehen präsentiert. Ich dachte mir, Du lernst ja schnell, ab in die Baustoffabteilung. Aber auch hier kein Brennholz. „Entschuldigung, wo finde ich Holz für ein Lagerfeuer?“ – „Hier bestimmt nicht, das ist im Stadtgarten.“ So nannten die da ihre Gartenabteilung, klingt auch viel fescher. Aber da standen nur: Bonsaibäumchen, Orchideen, riesige Rasenmäher, kleine Kantenschneider. Der Info-Typ war zu langsam!

Folgender Dialog entspann sich:
Ich: „Wo finde ich Brennholz?“
Das Kopfschütteln konnte ich inzwischen gar nicht mehr abstellen.
Info-Typ: „Brennholz?“
Ich: „Ja, Brennholz.“
Info-Typ: „Haben wir nicht.“
Ich: „Wie, haben Sie nicht?“
Info-Typ: „Ist keine Saison.“
Ich: „Es ist keine Saison für Lagerfeuer?“
Info-Typ: „Nein.“
Ich: „Okay!?“
Info-Typ: „Okay!“

Tja, was nun? Jetzt hatte ich einen Feuerkorb, konnte ihn aber nicht anschmeißen. Tolle Nummer. Auf den Winter warten? Der Info-Typ gab mir den Tip, zum Förster zu gehen und mir ein paar Scheite zu kaufen.

Mir jedenfalls hat’s gereicht! Aus purem Protest bin ich nochmal auf das Freigelände des Stadtgartens gegangen und habe aus blankem Wahn nach Apfel- oder Birnenbäumen geguckt. Aber was finde ich? Bambus, Zitrusbäume und Feigen, überall Feigen – wie schon beim Bruder von Moritz. Da hat es bei mir Klick gemacht: Feigen sind die neuen Äpfel!

Schlagartig hörte das irritierte Kopfschütteln auf. Dafür habe ich aber jetzt weit aufgerissene Augen und lache immer manisch vor mich her. Baumärkte sind toll!

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Ach herrje, darum dreht sich also der ganze Hype? Gestern habe ich zum allerersten Mal in meinem Leben „Germany’s Next Topmodel“ gesehen – von Insidern auch nur liebevoll GNTM genannt. Zum Glück mußte ich nicht die ganze Show miterleben, sondern nur die letzten 30 Minuten dieses bescheuerten herausragenden Finales!

Der Einfachheit halber spare ich mir die Namen dieser weiblingen Jungopfer des TVs – ich kenne sie eh nicht und niemand wird sie je groß kennenlernen. Zur Wahl standen jedenfalls schlußendlich eine Rothaarige, die offensichtlich innerhalb der GNTM-Fangemeinde als Heulboje auf zwei Beinen bekannt ist. Die zweite Kandidatin, leicht exotisch angehaucht mit pechschwarzen Haaren und milchkaffeebrauner Haut, macht nach Infos aus gut unterrichteten Kreisen eher durch aufdringliche Schüchternheit von sich reden. Um das Ganze abzukürzen: Es siegte die Zweite.

Aber was ist das bitte bis zum Entscheid gewesen? Heidi Klum piepst sich drei Stunden durch die Sendung, der Nährwert ihrer Phrasendrescherei erreicht sicher nicht einmal 0,1 Prozent der empfohlenen Tagesration einer durchschnittlichen Frau. Außerdem ist das Klümli bestimmt der einzige Mensch auf der Welt, der durch Einatmen von Helium eine dunklere Stimme bekäme… Mal ganz davon abgesehen, daß sie ständig „meine Mädels“ sagt, wenn sie von den Topfmodeln spricht. Ich mußte mehrmals genau hinsehen, da ich bei dieser Wortwahl eher einen Luden in diesem Leoparden-Outfit erwartet hätte.

Beim „Showdown“ brüllt sie sogar noch den Monitor mit einem fiktiven „Cosmopolitan“-Titel an, in die Lücke soll die Siegerin montiert werden: „Wer ist es denn nun?“, „Sag uns endlich, wer gewonnen hat!“, „Ich will es jetzt aber wissen!“ Minutenlang geht das so! „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ kommt nicht, da hatte ich intellektuell doch zu viel vorausgesetzt. Der arme, unschuldige Monitor! Solcherlei Zeitschinderei kannte ich bis dato nur von Thomas Gottschalk.

Der Hammer aber war dieser kleine Hutzelfotograf mit seiner Knubbelnase, der angeblich einer der besten sein soll. Eine breit auf der Bühne positionierte Gruppe von Menschen (bestimmt 50 Personen) sollte beide Models hochwerfen und er knipste das dann live in der Show. Allerdings mit einem Tele-Objektiv – fünf Männlein sind am Ende logischerweise nur zu sehen, die restlichen 45 stehen also als Deko auf der Bühne. Tolle Wurst! Dann fragt ihn Piepsi-Klum: „Wie kommst du nur immer auf so tolle Ideen?“ Seine Antwort: „Naja, ich mußte ein Foto machen.“ Welch Erkenntnis! Aber es geht weiter: „Und da wir hier in einer großen Halle voller Menschen sind, dachte ich mir: ‚Mache ich doch was mit Menschen‘.“ Ja gut… Hm… Zum Glück waren keine Kühe im Saal…

Aber das Beste hat sich ProSieben für den Abspann aufgespart. Da lief während der Laufschrift die gesamte Finalshow nochmal ab. Pures GNTM-Konzentrat. Es hat nichts gefehlt, ich hatte das Gefühl, die ganze Sendung gesehen zu haben. Erstaunlich/erschreckend/unmöglich: Es hat nur eine Minute gedauert. Die restlichen 179 Minuten des Abends waren also nachweislich inhaltloses Gewäsch plus Werbung.

Abschließen möchte ich daher mit einem leicht abgewandelten Zitat aus „Eine Leiche zum Dessert“: „Wer ist denn nun gestorben?“ – „Ein schöner Abend!“

In der Twitterwelt hat sich schon eine Art kleine Fangemeinde um meine Weltzerstörungsversuche mit dem molekularen Supertodeslaser gebildet. Immer montags versuche ich es. Hier gibt es noch einmal die bisherige Chronologie zum Nachlesen:

1. Versuch
Mist, jetzt habe ich die Fernbedienung des molekularen Supertodeslasers in der Firma liegen lassen. Muß das Ende der Welt bis morgen warten.
Ess ich stattdessen eben was…
Montag, 15. Februar

2. Versuch
So, Ihr erinnert Euch noch an meinen molekularen Supertodeslaser? Dieses Mal habe ich die Fernbedienung nicht vergessen. War nett mit Euch!
*klick* Was zum…..? *klick* Och nee!!! Jetzt sind die dämlichen Batterien alle!! Aber nächste Woche!! Ich versprech es Euch!! Verdammt!!
Montag, 22. Februar

3. Versuch
Es ist wieder Montag und somit Zeit für den molekularen Supertodeslaser! Wo ist die Fernbedienung? Heute ist definitiv das Ende aller Tage!
*klick* „Failed to connect to uplink – please update software“ *klick* „Your update-license is not valid, please renew via credit card“
Argh!!! Jetzt darf ich mir auch noch eine Kreditkarte zulegen! Ich schaff’s noch! Ihr werdet schon sehen!! Wo gibt’s die besten Konditionen?
Montag, 1. März

4. Versuch
Der molekulare Supertodeslaser ist endlich feuerbereit. *zumm* Mist, zu schwach, jetzt hab ich nur Dieter Bohlen noch dunkler gebräunt…
Montag, 8. März

5. Versuch
Verflucht, ein Vogel nistet auf der Linse meines molekularen Supertodeslasers. Kusch, kusch, runter da! Die Menschheit hat verdammtes Glück!
Montag, 15. März

6. Versuch
Zeit für den molekularen Supertodeslas… *klingel* „N’Abend, der Tüv. Haben Sie eine ABE dafür?“ – „Was?!“ – „ABE!“ – „Ähm, ach verdammt!“
Montag, 22. März

7. Versuch
Hab bei Ikea die Zieloptik „Kåwumm“ für meinen molekularen Supertodeslaser gekauft. So, noch die letzte Schraube… dann… NEIN, die fehlt!
Montag, 29. März

8. Versuch
Toller Osterscherz! Wer hat meinen molekularen Supertodeslaser zwischen Sadams Massenvernichtungswaffen versteckt? Da findet ihn doch keiner
Dienstag,  6. April

9. Versuch
Alles bereit für den molekularen Supertodeslaser! *Power shutdown* „Ich habe kurz mal den Stecker gezogen – muß staubsaugen.“ Doofe Putze…
Montag, 12. April

10. Versuch
Post von der Vereinten Superschurkenliga? *ritsch* „Wegen der Aschewolke ist der Abschuß des molekularen Supdertodeslasers untersagt.“ Mann!
Montag, 19. April

11. Versuch
Mein molekularer Supertodeslaser wird jetzt ein Loch in den Griechen-Haushalt brennen und so die EU vernichten. Schon selbst erledigt? Argh!
Montag, 26. April

12. Versuch
Fliegt, meine Maikäfer-Peilsender! An Euch justiere ich den molekularen Supertodeslaser! *patsch* Hmpf, der 40-Tonner mußte ja jetzt kommen!
Montag, 3. Mai

13. Versuch
Haha! Morgen geht’s Euch mit meinem molekularen Supertodeslaser an den Kragen! Wie, Uhr ist stehengeblieben? Heute ist Montag? Ach verdammt!
Montag, 10. Mai

14. Versuch
Der erste Testlauf war erfolgreich, mein mobiles molekulares Supertodessyndesmoseband hat ganze Arbeit geleistet. Jetzt kann die WM kommen.
Montag, 17. Mai

15. Versuch
Und Feuer! *brrzzzll* VERFLUCHT!! Wer hat den molekularen Supertodeslaser heimlich umgedreht? Jetzt hat er das Sofa abgefackelt!! AH, FEUER!
Montag, 24. Mai

16. Versuch
Molekularen Supertodeslaser starten! *popup* „To start please press any key?“ Wo ist der denn? Ich seh hier nur Strg, Alt, Esc, Num,…
Montag, 31. Mai

17. Versuch
Jetzt noch das Hallendach vom molekularen Supertodeslaser aufdrehen, dann… Oah! *rüttel* Festgerostet nach dem ganzen Regen! NEEEIIINNN!!!
Montag, 7. Juni

18. Versuch
Miese Fußball-WM! Wegen des Italien-Gekickes habe ich zwischen Popcorn und Wettverlusten den molekularen Supertodeslaser vergessen! Argh!
Montag, 14. Juni

19. Versuch
Habe mir jetzt einen Vuvuzela-Aufsatz für meinen molekularen Supertodeslaser gekauft. Schuß! *brrzzzz…..* *Stille* Dämlicher Soundfilter!!
Montag, 21. Juni

20. Versuch
Blöde Pazifisten! Hippies haben Gänseblümchen in den molekularen Supertodeslaser gesteckt. Jetzt sind die sensiblen Spiegel voller Pollen!!
Montag, 28. Juni

21. Versuch
Mein molekularer Supertodeslaser ist mit 1,21 Gigawatt in Peking eingeschlagen. CCTV meldet: „Sack Reis umgefallen.“ Frustrierend sowas!!!
Montag, 5. Juli

Kommenden Montag geht’s hier weiter.

Hurra, bald habe ich's geschafft!

Hurra, bald habe ich's geschafft!

„Ihr blauer eBay-Stern rückt näher!“ stand da in der freundlichen E-Mail, die ich kürzlich von eBay bekommen habe. Der Grund: Angeblich stehe ich kurz vor meiner 50. Bewertung, weshalb ich ebenso unmittelbar vor einer Beförderung stehe – quasi vom Auktions-Obergefreiten zum Hauptgefreiten. Sogar ein persönliches Videochen hat man mir angefertigt. Wow!

Gleichzeitig fühle ich mich aber auch leicht veralbert. Bei genauerer Betrachtung hat eBay eine andere Auffassung von „fast“ als ich. Denn in Wirklichkeit habe ich erst 25 Bewertungen, also die Hälfte bis zur 50. Für eBay Grund genug, zu feiern. Ich denke da pragmatischer – vielleicht mache ich bei der 45. ein Freudenbier auf oder doch erst nach Erreichen der halben 100. Obwohl – eigentlich ist überhaupt nichts davon ein Grund zum feiern. Es ist nur ein blöder eBay-Stern, noch dazu in blau. Dabei mag ich nur weiß, grün oder noch lieber grün-weiß – lebenslang am besten. Aber wer fragt mich schon?

Doch das eBay-„Fast“ hat schon wieder so was herrlich Positives, es strahlt Optimismus aus. Ich baue das jetzt in meinen Alltag ein und fange gleich damit an! Mein neues Wunschauto, der Audi A1, soll mindestens 16 000 Euro kosten – ich habe schon 5000. Hey, ein Grund zum feiern!

Ich warte schon auf die Ingolstädter Freudenmail: „Ihr blauer Audi rückt näher!“

Die Disco-Dusche

„Discofeeling schon morgens unter der Dusche“ oder so ähnlich verspricht Delta Radio im Moment immer. Ich habe ja schon viel Skurriles gesehen, aber dieser Duschkopf ist so nutzlos, daß er schon wieder was hat!

Je nach Wassertemperatur wechselt der LED-Duschkopf seine Farben. Sie sind bis etwa 32 Grad grün, von zirka 33 bis 41 Grad blau und von rund 42 bis 45 Grad rot. Ich weiß überhaupt nicht, was ich damit soll. Wollte von Euch schon mal einer rot beleuchtet werden oder ist das der absolute Turnbeutelvergesser-Draufgänger-Test? Da bekommt „Warmduscher“ gleich noch ein optisches Merkmal verpaßt 😉

Ich plädiere hier jetzt auch für weitere Gegenstände mit wechselnden Farben:

  • farbige Bücher: grün bei „Gerade angefangen“, gelb bei „Mitte erreicht“, rot bei „durchgelesen“;
  • der Arbeitstag an sich: rot bedeutet „Arbeitsbeginn“, blau „Mittagspause“, leuchtend grün für „Feierabend“;

Aber der Hammer wäre eine Lampenanlage, die den Autoverkehr an Kreuzungen reguliert. Ich fände da eine einfache Farblösung für angebracht: rot (stehen), gelb (fertig machen), grün (fahren). Peerfekt, oder?

Ich habe hier auch schon eine ungefähre Idee meiner patentierten „Dreifach farblich signalgebenden Verkehrsregelungsanlage“ – der Name ist noch etwas sperrig, habt Ihr einen besseren auf Lager? Er sollte peppig sein…

Bitte fleißig Flattr’n

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