Eigentlich müßte ich glücklich mit meiner Situation sein: Mein Smartphone ist exakt zwei Tage vor Urlaubsbeginn zur Reparatur gegangen – der Vibrationsmotor hat sich nach gerade einmal drei Monaten verabschiedet. Also, Abschied nehmen vom hektischen Berufsalltag, nur eingeschränkt erreichbar sein und alle journalistischen Kontakte nicht auf dem Ersatzhandy gespeichert.

So weit das Wunschdenken, die Realität sieht wieder einmal anders aus. Ich bin total isoliert von der Außenwelt! Zwar hat unser Ferienhaus hier in Dänemark kostenloses Wlan, aber das nützt mir nur bedingt was. Ich kann Mails checken, bei Facebook rumdaddeln und über Twitter Wasserstandsmeldungen abgeben. Doch dafür muß ständig der Laptop hochgefahren werden zwischen Frühstück, Baden, Spielen, Ausflügen, Abendessen, geselligem Abend. Das ist so zeitraubend! Wieso kann ich nicht einfach mein Galaxy schnappen und von der Couch twittern? Mehr brauche ich gar nicht für mein Glück!

Einen Vorteil hat es allerdings: Ich muß mir keine Sorgen machen, mit einer 500 000-Euro-Roaming-Rechnung nach Hause zu kommen, weil ich vergessen habe, die Datenverbindung abzuschalten. Dafür ist das alte, grobmotorische K700i genau richtig. Und noch etwas habe ich herausgefunden: Im Laufe der Jahre hat die Akku-Industrie einen Schritt zurück gemacht. Das SonyEricsson läuft seit Donnerstag, die Batterie ist nicht mal halb leer. Mein Samsung macht’s im Schongang gerade mal 30 Stunden.

Ich will’s trotzdem wiederhaben! JETZT! :‘-(

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