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Geschafft: Nach fünf gefühlt endlosen Stunden auf deutschen und dänischen Straßen sind wir gegen 15 Uhr endlich in Husby an der Nordseeküste angekommen. Vor uns sechs Urlaubsreifen stand ein schönes, reetgedecktes Haus mit riesigem Wohnzimmer, quirrligem Whirlpool und wohltemperiertem Schwimmbecken. Der Urlaub kann also beginnen.

Doch für mich ist es auch wie eine kleine Rückkehr in die Heimat. Dänemark, immerhin drei Jahre lang mein Zuhause, wird auf ewig mein Mutterland im Herzen sein. Dieses Gefühl hat mich gleich nach der „Grenzüberschreitung“ gepackt. Da war es wieder, dieses „Ich bin endlich daheim“. Es läßt sich schwer beschreiben, es ist eine Lebenseinstellung. Zwar gebe ich zu, die hektische Art von Berlin zu lieben und zu vermissen. Aber Jylland ist und bleibt mein liebstes Zuhause.

Das fängt bei ganz einfachen Dingen an: Die Dänen haben die Ruhe weg. Was macht es schon, ob ich eine Minute früher oder zwei Minuten später daheim ankomme? Die hübschen Häuser – Dänen haben irgendwie einen Sinn für schöne Bauten. Oder erst die entspannten Leute, die einem auf der Straße begegnen. Und, nicht zu vergessen, die köstlichen Lebensmittel, die es leider nie in das geschmacklich abgestumpfte Deutschland schaffen werden: wie zum Beispiel Reje Ost und Galle & Jessen Pålægschokolade. Außerdem liebe ich die Sprache: Goddag, Farvel, Rundstykker, Vi spiser nu, Du snakker tysk. Herrlich! Eigentlich weiß ich schon jetzt: Ich will hier nie wieder weg, wie schon damals 1992.

Morgen soll’s an die Nordsee gehen, zum Wandern. Meine Kamera wird mit dabei sein, um Euch schöne Fotos zu liefern. Ihr dürft gespannt sein!

Farvel!

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Das hat zum Abschluß natürlich noch einmal sein müssen: Am letzten Tag vor meinem zweiwöchigen Urlaub habe ich mal eben noch eine Zwölf-Stunden-Schicht eingeschoben. Aber so ist das Leben, wenn man noch fünf Texte zu schreiben und zwei Termine zu absolvieren hat.

Beschweren will ich mich freilig nicht. Dafür werde ich ab morgen mehr als ausreichend entschädigt. Für eine Woche verschlägt es mich in das vermutlich schönste Land der Welt: Dänemark. Dieses Mal geht es nicht in die Hauptstadt wie voriges Jahr, sondern an die Nordseeküste etwas oberhalb von Ringkøbing.

Vielleicht schaffe ich es, aus dem Urlaub zu bloggen. Die Kamera ist jedenfalls eingepackt, sodaß ich schmucke Fotos posten könnte.

Bis dahin: Jeg siger farvel!