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159 Euro, obwohl nur ein kleiner, grauer Schalter kaputt ist.

Jetzt muß ich mal eine Lanze für wirklich serviceorientierte Werkstattmechaniker brechen! Seitdem ich mein Motorrad aus dem Winterschlaf erweckt habe, gab es Ärger mit dem linken Blinkerschalter. Offensichtlich war er lose – jedenfalls war es reine Glücksache, ob das Blinkkommando direkt beim ersten Versuch angenommen wurde. Und da noch Garantie auf meiner „Effi“ ist: Auf zum Schrauber.

Erst kam die ernüchternde Diagnose: Die Macke wird wohl nicht von BMW übernommen. Der Hersteller könnte den Garantieanspruch damit abschmettern, daß ich einfach „zu fest blinken“ würde. Fehler in der Elektrik: kostenlos, Fehler am 50-Cent-Plastikschalter: Kundenproblem. Aber das Beste daran: Natürlich gibt es den windigen kleinen, grauen Schalter nicht einzeln. Laut Mechaniker müßte eine komplett neue Schaltkonsole an den linken Lenker. Kostenpunkt: wahnwitzige 159 Euro! Ohne Einbau natürlich!

Da mußte ich doch erst schlucken. Aber: „Haben Sie nicht einen alten Blinkerschalter rumliegen, den sie einbauen können?“ – „Nein, das leider nicht. Doch wenn Sie mich so fragen: Ich könnte den Kasten mal aufschrauben“, war die Antwort des Mechanikers. Also nahm er meinen Hobel in die Werkstatt, ich versüßte mir die Wartezeit mit dem Herumstromern um die schmucke R1200RT im Ausstellungsraum. Höchstens zehn Minuten später: „Das Teil sitzt wieder, ich habe den Haltestift wieder gerade gebogen.“ Kostenpunkt: unbeschreibliche null Euro! Mit Einbau!

Jetzt bin ich wieder glücklich, meine BMW blinkt quietschvergnügt vor sich hin und alle Autofahrer wissen wieder sofort, wo ich lang will. Außerdem hat das Autohaus einen weiteren zufriedenen Kunden gewonnen.

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Ostern naht und das ist für mich immer eine besondere Zeit, genauer gesagt eine lästige. Über die Feiertage widme ich mich voll und ganz meiner Steuererklärung. Aber natürlich beschränkt sich das nicht nur auf das simple Reinhacken ins Steuerprogramm. So eine Arbeit will ja auch vorbereitet sein.

Deshalb sieht meine Wohnung im Moment aus wie ein Museum für Kontoauszüge und Belege. Hier ein Häufchen mit Tankquittungen, da ein Stapel mit den Einkommensnachweisen. Und mittendrin sitze ich im Schneidersitz und versuche Herr der Lage zu werden. Es ist gruselig. Aber schließlich soll am Osterwochenende alles reibungslos über die Bühne gehen.

Und wenn am Ende zumindest eine schwarze Null rauskommt, hat sich der Aufwand schon gelohnt. Von daher: Ich muß dann mal weitersortieren.

Systemausfälle haben manchmal auch Vorteile. Zwar bin ich als Volo bei den Lübecker Nachrichten auf ein funktionierendes Netzwerk angewiesen, aber manchmal streikt eben auch die Technik – dann heißt es Warten. Unsere Bad Schwartauer Redaktion hat heute einen neuen Router spendiert bekommen, der irgendwann einmal alles schneller machen soll.

Zuerst erreichte das Gerät aber das Gegenteil – es machte alles langsamer. Der IT-Mann wollte nach 30 Minuten durch sein, gedauert hat es am Ende zwei Stunden. Weder das Redaktionssystem funktionierte noch das Internet. Sehr ungünstig, wenn man – wie in meinem Fall – heute Texte redigieren sollte oder das Netz brauchte, um Telefonnummern herauszufinden (nein, sie standen wirklich nicht im Telefonbuch!!).

Mein erstes Eis 2010 - stilecht auf LN-Basis.

Mein erstes Eis 2010 - stilecht auf LN-Basis.

Aber die Zwangspause Freizeit hatte auch einen wunderbaren Nebeneffekt: Sie hat mir zu meinem ersten Eis 2010 verholfen. Gegenüber unserer Geschäftsstelle befindet sich nämlich eine super Eisdiele, die seit vergangenem Donnerstag für ellenlange Schlangen sorgt. Doch heute hatte ich Glück, nur vier Männlein vor mir lüstete es nach einem Eis. Haselnuß, Stracciatella, Banane – dreimal 60 Cent für richtig große Kugeln – und das erste Sommererlebnis war mein.

Es war lecker und es schreit nach einer Wiederholung!

Heute spielt Werder gegen den FC Augsburg im Halbfinale des DFB-Pokals – mein Pflichttermin im TV. Hoffentlich reicht’s zum Weiterkommen nach 90 Minuten. Bitte mit weniger Herzrasen als noch gegen Valencia oder Bochum, Freunde!

Und da das runde Leder immer vereint, habe ich auch heute wieder mit mindestens einem Menschen über das anstehende Gekicke gesprochen. Den denkwürdigen Dialog zwischen uns gibt es hier zum nachlesen – im LN-Blog: Hauptsache nicht Bayern.

Hurra, bald habe ich's geschafft!

Hurra, bald habe ich's geschafft!

„Ihr blauer eBay-Stern rückt näher!“ stand da in der freundlichen E-Mail, die ich kürzlich von eBay bekommen habe. Der Grund: Angeblich stehe ich kurz vor meiner 50. Bewertung, weshalb ich ebenso unmittelbar vor einer Beförderung stehe – quasi vom Auktions-Obergefreiten zum Hauptgefreiten. Sogar ein persönliches Videochen hat man mir angefertigt. Wow!

Gleichzeitig fühle ich mich aber auch leicht veralbert. Bei genauerer Betrachtung hat eBay eine andere Auffassung von „fast“ als ich. Denn in Wirklichkeit habe ich erst 25 Bewertungen, also die Hälfte bis zur 50. Für eBay Grund genug, zu feiern. Ich denke da pragmatischer – vielleicht mache ich bei der 45. ein Freudenbier auf oder doch erst nach Erreichen der halben 100. Obwohl – eigentlich ist überhaupt nichts davon ein Grund zum feiern. Es ist nur ein blöder eBay-Stern, noch dazu in blau. Dabei mag ich nur weiß, grün oder noch lieber grün-weiß – lebenslang am besten. Aber wer fragt mich schon?

Doch das eBay-„Fast“ hat schon wieder so was herrlich Positives, es strahlt Optimismus aus. Ich baue das jetzt in meinen Alltag ein und fange gleich damit an! Mein neues Wunschauto, der Audi A1, soll mindestens 16 000 Euro kosten – ich habe schon 5000. Hey, ein Grund zum feiern!

Ich warte schon auf die Ingolstädter Freudenmail: „Ihr blauer Audi rückt näher!“

Fatales deutsches Kriegsgerät?

Damit eins gleich zu Beginn klar ist: Waffen sind nichts Gutes, ja! Und die Welt wäre sicherlich eine bessere, wenn wir nicht ständig daran feilen würden, wie wir den Nebenmann am besten und möglichst effektiv kaltstellen könnten.

Aber warum, bitteschön, stoßen sich jetzt alle – egal ob militante Pazifisten, Leitartikelschreiber oder Politiker – daran, daß Deutschland so viele Rüstungsgüter exportiert? Grünen-Vorsitzende Claudia Roth echauffierte sich in der „Passauer Neuen Presse“ gar mit den Worten: „Die Bundesregierung stellt hier die Interessen der Waffenindustrie ganz klar in den Vordergrund. Verantwortliches Handeln bleibt auf der Strecke.“ Ferner findet sie, daß man „deutschen Rekordexporten von Rüstungsgütern nicht tatenlos zusehen“ darf, wenn man gleichzeitig eine Atomwaffen-Abrüstung will.

Hallo? Was spricht denn dagegen, Waffen an das Ausland zu verkaufen? Gut, Griechenland kann die georderten U-Boote nicht bezahlen, aber das ist ein anderes Thema. Immerhin verdienen deutsche Firmen wie Krauss-Maffei Wegmann (Kampfpanzer „Leopard 2“ und das Allschutz-Transport-Fahrzeug „Dingo“) oder die Howaldtswerke – Deutsche Werft (U 212) damit ihren Lebensunterhalt – ganz zu schweigen von den vielen Angestellten. Oder die vielen Steuereinnahmen, die wieder zurück ins Staatssäckel fließen und unter anderem auch klimafreundliche Windräder finanzieren.

Einen Export-Stop gar fordert der Vizefraktionschef der Linken, Jan van Aken, bei Spiegel Online. Hier dürfe es „keine Arbeitsplätze geben, die darauf beruhen, daß woanders Menschen sterben“. Starker Tobak, und das von einer Partei, die immer noch der Vollbeschäftigung zu DDR-Zeiten nachtrauert. Wer war das noch mit den Selbstschußanlagen und kilometerlangen Minenfeldern?

Ich frage einmal anders herum: Hat sich schon mal einer Gedanken gemacht, was wäre, wenn Deutschland keine Panzerhaubitzen verkaufen würde? Ganz sicher würden sich die interessierten Staaten dann lieber zwei neue Bagger kaufen, gell? Der Türke sagt dann: „Ihr habt recht, Krieg ist böse und so. War ne blöde Idee, laß mal ’ne Straße bauen.“ Ach nicht? Dann lauten die anderen Optionen wohl USA, Frankreich, Großbritannien, Rußland, Israel – irgendwer wird schon verkaufen. Warum sollten wir dann nicht so clever sein und versuchen, das Geld hierzulande einzunehmen – zumal wir weltweit einen guten Ruf genießen, wenn es um U-Boote und gepanzerte Fahrzeuge geht.

Sicher, auch ich bin dafür, daß wir nicht blind in alle Länder exportieren. Der Iran hat defnitiv keine hochmodernen Panzer à la „Leopard 2“ verdient. Aber gleich deshalb auf die „böse Rüstungsindustrie“ einhauen? Es lohnt sich immer der differenzierte Blick, auch bevor wir auf vermeintliche „Schurkenstaaten“ im Nahen und Mittleren Osten schimpfen! Der sicherheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, hat es in der „Frankfurter Rundschau“ treffend formuliert: „Wir wollen, dass sie den Terror bekämpfen.“

So ganz ohne Waffen kriegen auch die das nämlich nicht hin…

Es war wieder Oscar-Nacht vor geraumen Stunden. Wieder haben sich die Stars und Sternchen feiern lassen – gegen Eintrittsgeld durfte der Pöbel sogar von Besuchertribünen herunterwinken. Spätrömische Dekadenz nenne ich das. Aber es war auch wieder die Zeit der vielen Danksagungen: Gott, der Regisseur, die Eltern – alle bekamen (gewollt oder ungewollt) ihr Lobesfett weg. Das hat mich dazu inspiriert, auch mal all denen zu danken, die mich zu dem gemacht haben, was ich bin!

Mein Dank gilt natürlich in erster Linie dem Bettenhersteller! Ohne ihn hätte es die Schlafstätte nicht gegeben, auf der sich meine Eltern in einer lauen Frühlingsnacht niederließen und amüsierten. Danke, danke, danke!!!

Außerdem möchte ich meine Hebamme grüßen, ohne die ich gar nicht erst das Licht der Welt erblickt hätte – eine zwingende Voraussetzung für weitere Heldentaten. Zwar erinnere ich mich überhaupt nicht an die rätselhafte Frau in Weiß, aber sie war/ist gewiß eine Große!

Mein Bäcker hat stets dafür gesorgt, daß ich nie Hunger leiden mußte. Täglich backt er die leckersten Schrippen und die feinsten Brote, um mich satt zu kriegen. Das kann überhaupt nicht genug würdigen – aber ich kann jetzt schon mal damit anfangen.

Abschließend widme ich die letzten Dankesworte an mich selbst: Klasse Leistung, Peer! Ohne mich hätte ich nicht da sein können, wo ich jetzt bin. Immer habe ich mir die richtigen Entscheidungen abgenommen, sodaß ich nie Probleme bekommen habe. Und falls das doch mal der Fall war, habe ich mich da wieder wunderbar herausgeholt.

Außerdem danke ich allen, die mich kennen und grüße auch an die Geräte zu Hause!