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Was wurde mir das Herz heute auf einmal schwer: An der Kreuzung Heiligen-Geist-Kamp/Roeckstraße begegnete mir das erste Motorrad im Jahre 2010, bei dem man auch wirklich von „Fahren“ sprechen konnte. Bisher habe ich immer nur Verrückte gesehen, die sich mit einem Gespann oder – noch viel bekloppter – auf rollenden Klositzen Rollern durch den klirrend kalten und mehr als glatten Winter getraut haben.

Wann wird's wieder eisfrei und trocken?

Wann wird's wieder eisfrei und trocken?

Sofort mußte ich unweigerlich an meine „Effi“ denken, die nun schon seit Ende Oktober eingemottet einen einsamen Winterschlaf schläft. Es wird wirklich Zeit, daß die Minusgrade weichen und der Frühling Einzug hält. Ich will wieder auf dem Bock durch die Lande düsen – das peerfekte Gefühl von Sommer schlechthin! „Effi“ hat bestimmt auch schon Sehnsucht… Eigentlich wollte ich mein Mopped spätestens Ende März aus dem Winterverließ befreien. Im Moment bin ich aber noch skeptisch, ob das gelingen wird. Spätestens am 1. April muß es aber klappen: Ab dann bin ich in der Lauenburg-Redaktion in Mölln und die Tour am Ratzeburger See entlang und überhaupt das ganze Umland sind herrlich zum Motorrad fahren.

Damit die Wartezeit nicht allzu lang wird, stimme ich mich mit einem Video auf die Saison 2010 ein. Vielleicht habt Ihr auch Spaß daran. Die linke Hand zum Gruß!

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Mensch, mir kribbelt es in den Fingern! Endlich habe ich sie gefunden, so oft habe ich von ihr geträumt. Und jetzt läßt sie sich so viel Zeit. Das Leben kann echt hart sein! Wie, wovon die Rede ist? Von meiner neuen Uhr natürlich!

Vor Jahren habe ich die Uhr das allererste Mal gesehen (ich glaube, es war beim Dänischen Bettenlager oder einem Nippesladen in Berlin): Eine alte, gußeiserne Replik einer Bahnhofsuhr der Kensington Station in London. Damals war ich aber zu zögerlich und habe nicht zugeschlagen. Das Resultat: Die Uhr gibt’s zwar immer noch, allerdings mit dem falschen Ziffernblatt: Inzwischen steht „Central Station – New York“ drauf oder „Gare du Nord – Paris“.

Was daran so schlimm ist? Naja, wie Ihr schon hier lesen könnt, bin ich absoluter London-Fan. Ich spare schon fleißig für eine Wohnung in Camden 😉 Meine Wohnung zieren bereits ein überdimensionales Schwarz-Weiß-Bild des Piccadilly Circus, ein original Straßenschild der Portobello Road sowie ein Schwarz-Weiß-Kalender der Themse-Metropole. Hinzu kommen ein Union Jack im Flur und eine Big-Ben-Statue auf dem Regal. Und genau deshalb darf es KEINE Uhr aus New York oder Paris sein.

Hier ist meine neueste Spielerei also:

Bei Ebay konnte ich sie vor wenigen Tagen ergattern. Allerdings: Das ist gefühlt schon soooooo lange her. Wann wird das Ding endlich geliefert? Aber ich sollte wohl positiv denken: Jetzt habe ich schon Jahre gewartet, dann machen die paar Tage den Kohl auch nicht mehr fett…

So, muß Schluß machen. Habe schon viel zu lange nicht mehr auf die Straße geachtet, ob ein gelbes DHL-Büschen vorfährt. Ihr werdet es erfahren, sobald sie hier eintrudelt!

Die Disco-Dusche

„Discofeeling schon morgens unter der Dusche“ oder so ähnlich verspricht Delta Radio im Moment immer. Ich habe ja schon viel Skurriles gesehen, aber dieser Duschkopf ist so nutzlos, daß er schon wieder was hat!

Je nach Wassertemperatur wechselt der LED-Duschkopf seine Farben. Sie sind bis etwa 32 Grad grün, von zirka 33 bis 41 Grad blau und von rund 42 bis 45 Grad rot. Ich weiß überhaupt nicht, was ich damit soll. Wollte von Euch schon mal einer rot beleuchtet werden oder ist das der absolute Turnbeutelvergesser-Draufgänger-Test? Da bekommt „Warmduscher“ gleich noch ein optisches Merkmal verpaßt 😉

Ich plädiere hier jetzt auch für weitere Gegenstände mit wechselnden Farben:

  • farbige Bücher: grün bei „Gerade angefangen“, gelb bei „Mitte erreicht“, rot bei „durchgelesen“;
  • der Arbeitstag an sich: rot bedeutet „Arbeitsbeginn“, blau „Mittagspause“, leuchtend grün für „Feierabend“;

Aber der Hammer wäre eine Lampenanlage, die den Autoverkehr an Kreuzungen reguliert. Ich fände da eine einfache Farblösung für angebracht: rot (stehen), gelb (fertig machen), grün (fahren). Peerfekt, oder?

Ich habe hier auch schon eine ungefähre Idee meiner patentierten „Dreifach farblich signalgebenden Verkehrsregelungsanlage“ – der Name ist noch etwas sperrig, habt Ihr einen besseren auf Lager? Er sollte peppig sein…

Normalerweise plage ich mich nicht Spielkritiken rum, wenn’s um Werder geht. Dieses Mal allerdings muß ich auch mal meinen Senf dazu geben. Das ging ja gar nicht!

Den holländischen niederländischen Fußball habe ich noch nie besonders gemocht. Man denke nur an die Spuckattacke gegen Rudi Völler und allein diese orangenen Trikots, die aussehen wie Warnwesten. Oder der Rumpelfußballer Mark van Bommel, der Grätschenkönig. Außer Pöbeln und anderen die Beine wegtreten kann der nichts – so könnte auch ich Profikicker sein.

Nun denn, meinen Hut muß ich heute allerdings dann doch mal vor einem Flachland-Team ziehen: FC Twente Enschede. Habe ich die Mannschaft anfangs dafür verteufelt, daß sie nur hinten drin steht und Werder kommen läßt, hat sie letztlich ihre Sache konsequent und effizient durchgezogen. Dennoch: Eine Pflichtangriffszeit wie beim Handball sollte es bei solchen Mauermannschaften auch beim Fußball geben. Das ist aber eine andere Geschichte.
Twente hat tapfer verteidigt, hat die Zweikämpfe angenommen und war nie müde, auch dem letzten Ball am Bremer Fuß hinterher zu rennen.

Und Werder? Wie üblich hat sich die Mannschaft selbst ausgespielt! Vier, fünf zwingende Chancen hatten wir, die aber entweder am guten Twente-Keeper scheiterten oder zu lange „herausgespielt“ werden wollten. Da setzt meine Kritik an: Nehmt Euch ein Beispiel an Enschede, liebe Werderaner! Twente-Kicker Jansson schoß einfach mal aus der zweiten Reihe und zimmerte das Ding in den Kasten! Schickimicki-Kicker à la Özil, Hunt und Marin sollten im Moment eher auf der Bank sitzen. Der Ball muß nicht immer bis zur Grundlinie getragen und am besten ins gegnerische Tor gedribbelt – oder wie im Falle von Marin – ständig auf Elfmeter gespielt werden. Wieso nicht einfach den kleinen Elfer ins linke Mittelfeld packen, dafür Niemeyer draußen lassen (der allerdings auch heute wieder einmal ein starkes Spiel abgeliefert hat). Dafür darf unser Krawallschütze Almeida mal wieder an die Front. Pizarro reibt sich vorne den A**** auf, um die Kunstbälle seiner Edelfüße zu verwerten. Allein ist aber sogar er überfordert. Und es spricht schließlich Bände, wenn Werder ohne ihn auf dem Feld nicht mehr gewinnt.

So wird das nichts mit den hochgesteckten Träumen vom Wiedererreichen des Europa-League-Finales – ich sehe da bereits für den Sprung ins Achtelfinale schwarz… Und zu allem Überfluß kommt Sonntag auch noch Leverkusen an den Osterdeich. Erst dann werden wir sehen, ob Werder die Krise tatsächlich überwunden hat. Die bisherigen Gegner Hertha (ein mühsames 2:1) und Hannover (5:1 mit Testspielcharakter gegen einen Absteiger mit Enke-Symptom) sagen da überhaupt nichts aus.

Zum Glück habe ich geschworen: „Lebenslang grün-weiß“. Im Moment ist’s eine echte Härteprobe, weil der Kader sich selbst als europäische Spitzenmannschaft sieht…

Curling fasziniert mich. Mit welcher Hingabe die Männlein und Weiblein bei der Olympiade in Vancouver wieder die dicken Steinbrocken über das Eis schieben. Dann wird da geschrubbt, dort geschrien, da angebufft. Hat irgendwie alles etwas vom Saubermachen in der eigenen Wohnung. Da ecke ich auch regelmäßig an den Möbeln an.

Ohnehin finde ich, daß Curling ein wunderbares Vorbild für den Alltag sein kann: Beim Staubsaugen stelle ich seit dem Olympia-Auftakt auch immer einen Ball vor den Teleskoparm. Beim Saugen „schrubbe“ ich den sozusagen immer weiter gen Ziel: Im Schlafzimmer ist die Startzone, das Bad bildet das Ziel.

Auch beim Auto fahren bei den aktuellen Straßenverhältnissen mache ich mir die grauen Steine zum Vorbild. Gekonnt gebe ich an der Ampel Gas, danach rutsche ich meinen Wagen gekonnt vorwärts. Und sollte ein Guard (in dieser Form ein anderes Auto) mein House (die Parkbucht) versperren, schlidder ich vorher ein paar eigene Curlingsteine (natürlich andere Fahrzeuge ebenfalls in meiner Wagenfarbe) vorweg und kante ihn aus der Zone. Am Ende entscheide ich jedes End (Einparkmanöver) für mich. Solltet Ihr auch mal probieren!

Und noch ein Aspekt am Curling finde ich klasse und macht mir Mut für mein Älterwerden (ja, auch mit 26 denkt man da schon dran): Es ist wohl die einzige Sportart, für die man kein klassischer Sportler sein muß. Ich brauche keinen Adoniskörper, keine hautenge Spezialkleidung, kein Ausdauertraining, keine Millionen-Werbeverträge. Stattdessen kann ich hauptberuflich Steuererklärungen kontrollieren (in meinem Fall Zeitungsartikel schreiben) und im anmutigen Alter von Ü35 immer noch elegant über das Eis curlen. Was will ich mehr? Gut, eventuell noch die Millionen-Werbeverträge – aber darum kümmere ich mich nach meinem Olympiasieg!